Schweden in 68 Stunden
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Written By: Daniel Remler
Am vergangenen Freitagmorgen machte ich mich gemeinsam mit Flo vom wohnzimmertagebuch auf nach Schweden. Kapitän Lindbergh brachte uns zuverlässig über die Ostsee, auch wenn diese sich unter einer dicken Wolkenschicht versteckt hielt. Und so erreichten wir den kleinen Flughafen Stockholm-Skavsta bei leichtem Hochnebel und Nieselregen. Doch es sollte besser werden. Und das lag nicht zuletzt am sehr herzlichen Empfang, den uns Alida und Anna in der Stadt Norköping bereiteten. Die beiden hatten wir während unseres Auslandssemesters in Schottland kennengelernt. Drei Tage lang würden sie uns nun “ihr” Schweden näher bringen.
Los ging es mit einem Stadtrundgang in Norköping. Besonders interessant war für mich die “Industrilandskapet”, ein ehemaliges Industriegebiet entlang des Flusses Motala ström. Ähnlich wie die Speicherstadt in Hamburg erlebt hier eine ehemals dreckige und runtergekommende Gegend eine sagenhafte Renaissance. Heute findet man dort zahlreiche kleine Ateliers, Cafes, das sehenswerte Arbeitsmuseum sowie der Unicampus. Nach und nach brachten uns unsere beiden Tourguides auch den schwedischen Lebensstil näher, der am Abend selbstverständlich in der Zubereitung des schwedischen Nationalgerichtes gipfelte: Kötbullar.
Der nächste Tag führte uns in die mittelalterliche Kleinstadt Söderköping und das kleine Örtchen Meme, wo der 390 Kilometer lange Göta-Kanals in die Ostsee mündet. Im 19 Jahrhundert war er einst als wichtige Handelsroute gebaut worden. Heute ist er vor allem mit seinen vielen Schleusen eine der größten Touristenattraktionen Schwedens. Vom großen Trubel war aber nur wenig zu spüren, im Norden ist eben noch kein richtiger Sommer.
Mein persönliches Highlight war der abschließende Ausflug in die schwedische Hauptstadt Stockholm. Mit seinen vielen Inseln, Brücken und Wasserstraßen macht es seinem Namen als “Venedig des Nordens” wirklich alle Ehre. Unser Rundgang führte uns durch die historische Altstadt vorbei am Königspalast bis hin zu den Landungsbrücken. Von dort aus machten wir eine kleine Bootstour bis zur Insel Djurgärden. Dort besichtigten wir das liebevoll restaurierte Wrack des Kriegsschiffes Vasa. Vor über 300 Jahren sollte es der Stolz der schwedischen Flotte werden, versank jedoch kurz nach dem Stapellauf im Hafen von Stockholm. Als wir das Museum verließen, klärte sich langsam der Himmel und wir begaben uns auf die etwas hügelige Insel Södermalm. Mit seinen vielen kleinen Gassen und einem guten Ausblick auf das Stadtzentrum wirkte die Gegend wie ein kleines Montmartre. Das stimmungsvolle Abendrot machte die Szenerie perfekt.
Es war das Ende eines kurzen, aber dafür umso ereignisreicheren Schwedentrips. Vielen Dank dafür an Alida und Anna. in 68 Stunden haben sie uns gezeigt, dass das größte Land Skandinaviens weit mehr zu bieten hat, als Volvo und IKEA.
Noch mehr Fotos gibt es in der Galerie
Den Bericht von Flo gibt es auf seinem Blog




Mai 21st, 2010 at 09:23
Es war schon ein toller Trip mit dir und unseren zwei Tourguides! Ich kann nun verstehen, warum so viele Deutsche sich in Skandinavien verlieben und jeden Sommer dort verbingen.
Worüber ich lachen muss: ich habe bestimmt 10 Mal versucht es für dich richtig auszusprechen: der Flughafen heißt Stockholm-SKAVSTA…
Zum Glück wurden wir vom “Kapitän Lindberg” hingeflogen, sonst hätte sich deine Misslaune über diese Fluggesellschaft noch länger hingezogen:-)
Also: bei deinen nächsten Abenteuern bin ich sehr gerne wieder mit von der Partie – für Australien werd ich wohl das Beamen erfinden müssen.
Danke für die schöne Zeit zusammen!
Mai 21st, 2010 at 09:33
[...] Sver-je!) Am Himmelfahrtsabend traf ich mich mit Weltenbummler Daniel in Berlin, um am Freitag, den 14. Mai früh am Flughafen Schönefeld zu sein. Vor über anderthalb [...]
Juli 16th, 2010 at 10:45
[...] Woche mal wieder in der Welt unterwegs. Nach längeren und kürzeren Urlaubsreisen nach Malaysia, Schweden, Frankreich u.s.w., einem Auslandsemester in Schottland oder dem ZDF-Praktikum in London hat es ihn [...]